Der Vulkan Piton de la Fournaise

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Durch die Zugehörigkeit zu Frankreich genießt der Piton de la Fournaise, zu Deutsch der Glutofen, den Status, der größte noch aktive Vulkan Frankreichs zu sein. Vor etwa 500.000 Jahren an der Südwestküste hervorgetreten schießt er bis heute regelmäßig sein Magma in die Höhe und formt damit aktiv die Insel. Die Eruptionen sind ein Besuchermagnet und ziehen gleichzeitig Touristen aus aller Herren Länder an. Alle – vom einfachen Touristen bis hin zum Vulkanologen – haben sie etwas gemeinsam, sie werden in den Bann atemberaubender Eruptionen und glühender Lavaströme gezogen.

Dank der guten Verkehrsverbindung durch die Höhenstraße N3 zwischen Saint-Pierre an der Südküste und Saint-Benoit an der Ostküste lässt sich die westliche Region um den Vulkan herum zügig per Auto oder Bus erreichen. Zu den einzelnen Sehenswürdigkeiten zweigen wiederum gut ausgebaute Straßen ab. So lässt sich der Vulkan bereits innerhalb eines Tages erkunden. Für den reinen Besuch des Vulkans sollte man jedoch etwas Zeit mitbringen und einen einen Tag einplanen. Um das „Feuerwerk“ noch besser beobachten zu können, ist eine Übernachtung in den höheren Lagen angebracht.


Die Besteigung

Ausgangspunkt ist in der Regel der Parkplatz am Pas de Bellecombe. Es ist der Endpunkt der Route de Volcan. Vom Parkplatz startend, geht es zuerst leicht hinab in eine alte Magmaader, auch Caldera genannt, namens Enclos Fouqué. Im vorderen Bereich ist ein trichterförmiger, rötlich schimmernder kleiner Krater sehr sehenswert. Der Pfad steigt schon bald an und führt Sie stetig an den Zentralkrater heran. Doch zuvor passieren die noch die erwähnenswerten Steinformation und Grotte Chapelle de Rosemont am Fuß des Fournaise. Scharfkantige Brockenlava macht das Gehen ab hier anstrengender. Aber der Weg ist das Ziel und schon bald erreichen Sie nach weiteren circa 1,5 Stunden den Aussichtspunkt Point de vue sur Cratère Dolomieu am südostlichen Kraterrand.
Der Bory Krater kann nicht mehr besichtigt werden. Bei den letzten heftigen Ausbrüchen im April 2007 wurde der Zugang zerstört. In den Dolormieu Krater wurde dabei ein bis zu 360 Meter tiefes Loch gesprengt. Im selben Zusammenhang wurden ebenfalls viele Wanderrouten am Piton de la Fournaise zerstört. Das Forstamt (ONF) passte die Wege den neuen Gegebenheiten an, erneuerte sie und schilderte sie neu aus.

Der Zentralkrater des Fournaise besteht genau genommen aus zwei Kratern, dem Cratère Bory im Westen und dem größeren Cratère Dolomieu im Osten. Der Cratère Bory bildet mit seinen 2632 Metern die Spitze des Vulkans, der Cratère Dolomieu ist im Gegensatz dazu der vulkanisch Aktive. Insgesamt zählt der Fournaise vier Krater, wobei der in 2007 entstandene Krater im Dolormieu als vierter und jüngster Krater gezählt wird.

Wichtige Hinweise für die Besteigung des Vulkans
Der Vulkan bietet durch seine Lage und Höhe eine markante Wetterbarriere. Das Wetter ist unberechenbar, Passatwolken stauen sich hier und regnen ab. Von der einen auf die andere
Minute kann sich das Wetter von sonnig mit strahlend blauem Himmel auf Regen mit Nebel ändern. Entsprechende Bekleidung von warm bis luftig und wasserfest ist somit unabdingbar. Auch sollte Sonnenschutz nicht fehlen. Ausreichend Wasser muss mitgeführt werden.
Das Lavagestein ist sehr scharfkantig und entsprechendes Schuhwerk mit dicken Sohlen und strapazierfähigem Außenmaterial ist empfohlen. Vor der Besteigung sollte man eine Kontaktperson oder die Hotelrezeption, über den Aufstieg zum Kraterrand informieren. Es sind entsprechende Hinweise vor Ort zu beachten und es ist den weißen Markierungen auf den Wegen zu folgen. Ein verlassen der Wege kann


Aktivitäten

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Piton de la Fournaise
siehe oben

Route du Volcan
Die Route du Volcan ermöglicht auf einer Strecke von 23 Kilometern eine Erkundung der spektakulären, gleichzeitig aber auch bizarren Vulkanlandschaft. In Bourg-Murat startend führt die Route du Volcan auf der Straße F5 bis zum Pas de Bellecombe. Immer wieder gibt es Aussichtspunkte, die großartige Panoramen auf den aktiven Vulkane Piton de la Fournaise und den erloschenen Piton de Neiges ermöglichen. Bis zu 1000 Meter tiefe Schluchten, alte Magmaadern und üppig bewachsene Talkessel gilt es ebenfalls zu entdecken. Eine Tour die sich für einen ersten Eindruck oder bei begrenzter Zeit immer lohnt. Planen Sie mindestens zwei Stunden Zeit dafür ein.

Piton de l'Eau
Von der oben erwähnten Straße F5 biegen Sie etwa auf halber Strecke zwischen Bourg-Murat und Pas de Bellecombe auf die F44 ein. Der holprige Forstweg und eine anschließende leichte Wanderung von rund 4 Kilometern führt Sie zum einzigen Kratersee der Insel. Es bietet sich ein idyllischer Blick auf den See und bei gutem Wetter kann neben dem Piton de Neiges im Westen auch in südlicher Richtung bis zum Meer nach Sainte-Rose geschaut werden.


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